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Festival 2010 14. - 18. April in Köln
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Chaque jour est une fête (Every Day Is a Holiday)
Frankreich//Deutschland 2009, Feature film, Debut, 87'
Director Dima El-Horr | Screenplay Dima El-Horr, Dima El-Horr, Rabih Mroué | Director of Photography Dominique Gentil | Editor Jacques Comets | Sound Jean-Guy Véran, Emmanuel Zouki, Thomas Robert | Composer Pierre Aviat | Actor/Actress Hiam Abbass, Raïa Haïdar, Berge Fazelian, Karim Saleh, Manal Khader, Fadi Abi Samra, Nabil Abou Mrad, Sirvat Fazelian | Producer Ciné-Sud Promotion, Nikovantastic Film, Orjouane Productions
Synopsis
Das Leben ist kurz, aber der Tag ist lang! Beirut, Libanon. Drei einander unbekannte Frauen im selben Bus auf dem Weg zum selben Ziel: einem Männergefängnis mitten in der Hermel Wüste. Gegen den Willen ihrer Eltern geht Tamara ihren Mann besuchen, der am Hochzeitstag inhaftiert wurde. Lina will ihren Mann, der eine lange Haftstrafe absitzt, unbedingt dazu bringen, die Scheidungspapiere zu unterschreiben, damit sie endlich frei ist. Hala fährt mit einer geheimen Angst: In ihrer Tasche versteckt sie die Waffe, die ihr Mann, einer der Gefängniswärter, zu Hause vergessen hat.
Nach einigen humorvollen Zwischenfällen am Anfang der Fahrt, ändert ein Zwischenfall die Stimmung schlagartig. Gestrandet mitten in der Wüste, sind die Frauen nun ihrem Schicksal überlassen. Sie machen sich zu Fuß auf den Weg der in ihr Innerstes führt. Persönliche und kollektive Erinnerungen gehen ineinander über. Und so wie der Libanon darum ringt, seine Freiheit zurückzugewinnen, wird die Reise dieser drei Frauen zu einer Suche nach ihrer Unabhängigkeit.

Gerüchte über Massaker, der dumpfe Hall einer Explosion, flüchtende Menschen - der Krieg ist in Chaque jour est une fête nicht sichtbar, aber allgegenwärtig. "Die Geschichte des Bürgerkriegs im Libanon (1975-1990) wurde nie erzählt", sagt die Regisseurin Dima El-Horr, "weil es nie einen Dialog zwischen den kriegerischen Parteien gab. Es wurde niemals aufgeklärt, was während des Krieges passiert ist, warum der Krieg ausbrach und warum er endete. Es gab keine Wahrheits- oder Schlichtungskommission, wie in anderen Ländern, und keine Vergebung. Nichts wurde aufgearbeitet und die Libanesen sollen einfach nur vergessen. Das libanesische Volk lebt in einer abstrakten Version der Realität."
Biographie
Die Libanesin Dima El-Horr graduierte an der School of the Art Institute of Chicago und lehrt zurzeit an der Lebanese American University in Beirut. Bisher hat Dima El-Horr zwei Kurzfilme auf verschiedenen Festivals vorgestellt und auch einige Preise gewonnen. Außerdem arbeitete sie an dem Dokumentarfilm Vietnam Long Time Coming mit. Chaque jour est une f?te ist Dima El-Horrs erste lange Regiearbeit.
Termin: 18.04.2010, 14:00, Odeon Lichtspieltheater
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