Reglement Internationaler Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen

gestiftet von der RWE Westfalen-Weser-Ems AG, Dortmund

Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund| Köln hat sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit von Frauen in allen Bereichen der Filmproduktion zu präsentieren und zu fördern. Hierbei wird neben den rein technischen Aspekten der Arbeit vor allem der kreativ-künstlerische Aspekt besonders hervorgehoben. In diesem Kontext hat der Internationale Regisseurinnenpreis das Ziel, die Arbeit von Frauen im Bereich der Spielfilmregie besonders herauszustellen.

1.

Das Festival wählt die Filme aus, die im Rahmen des Wettbewerbes gezeigt werden. Bei dieser Auswahl wird es durch deutsche wie ausländische Fachleute unterstützt.

2.

Der Preis ist mit 25.000 EUR dotiert. Er wird per Scheck von dem Stifter an die ausgezeichnete Regisseurin überreicht.

3.

Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, müssen die Filme folgende Bedingungen erfüllen:

- Es müssen Spielfilme sein, die für eine Kinoauswertung vorgesehen sind.
- Es müssen frei produzierte Produktionen (keine Hochschul- oder Abschlussfilme) sein, sie müssen eine Mindestlänge von 65 Min. haben.
- Die Filme sollten in 35mm-Kopien, bei digitalen Produktionen (falls eine 35mm-Kopie nicht vorhanden sein sollte) im Originalformat vorliegen.
- Sie müssen innerhalb der letzten 24 Monate vor dem Festivaldatum fertig gestellt worden sein.
- Sie dürfen in Deutschland vorher an keinem Wettbewerb oder Festival teilgenommen haben. Ausnahmen können bei einer Teilnahme an einem A-Festival gemacht werden.
- Die Filme dürfen in Deutschland noch nicht im Kino gestartet sein.

4.

Produzenten, Verleiher oder sonstige Personen, die einen Film einreichen, haben sich gegenüber dritten Personen, die an der Produktion beteiligt waren, zu vergewissern, dass diese mit einer Teilnahme am Festival einverstanden sind.

5.

Alle ausgewählten Filme werden in ihrer Originalsprache gezeigt. Originalversion ist diejenige, in der der Film im Ursprungsland im Kino gezeigt wird. Die Kopien sollten deutsche, mindestens aber englische Untertitel haben.

6.

Die Kosten für Hin- und Rücktransport gehen zu Lasten des Einsenders. Alle Filmkopien und Videokassetten aus Nicht-EU Ländern müssen auf der Verpackung beschriftet sein mit dem Hinweis "Temporary import!– for cultural purpose only – no commercial value". Die Zollerklärung für die Filmkopien und Videokassetten aus Nicht-EU-Ländern braucht den Vermerk "Pro forma invoice: Value 10 USD". Aufgrund falscher Angaben anfallende Zollkosten werden nicht von der Veranstalterin übernommen, sondern der/dem AbsenderIn in Rechnung gestellt.

7.

Die Vorführkopie muss spätestens am 31. März 2009 im Festivalbüro Dortmund vorliegen.

8.

Die Filme sind während des gesamten Festivals mit ihrem Kopienwert versichert. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Eintreffen der Kopie im Festivalbüro und endet mit dem Verlassen des Festivalbüros nach Abschluss des Festivals.

9.

Schäden sind innerhalb von einem Monat nach Ende des Festivals durch den Einsender anzuzeigen. Das Festival übernimmt die Reparaturkosten maximal in Höhe der Erstellungskosten für eine Standardkopie.

10.

Die am Wettbewerb teilnehmenden Filme können maximal drei Mal während des Festivals in Dortmund vorgeführt werden.

11.

Das Festival darf Ausschnitte (max. 3 Min.) und Fotos der angenommenen Filme / Videos in den Medien veröffentlichen.

12.

Videos und DVDs zur Vorauswahl werden per Post an das Festival geschickt und werden zu Archivzwecken einbehalten.

13.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine int. Jury aus mindestens drei Personen. Die Mitglieder der Jury und deren Präsident/in werden von der Festivalleitung berufen. Personen, die an der Produktion oder an der kommerziellen Auswertung eines Wettbewerbsfilmes beteiligt sind, dürfen nicht an der Jury teilnehmen.

14.

Die Festivalleiterin und ein/e Delegierte/r des Preisstifters sind bei den Beratungen anwesend, nehmen aber nicht an den Abstimmungen teil. Die Entscheidung der Jury wird mit einfacher Mehrheit gefällt. Die Mitglieder der Jury sind zum Stillschweigen verpflichtet. Die Diskussionen und Abstimmungen werden vertraulich behandelt, auch nach Abschluss des Festivals.

15.

Der Preis darf nicht ex aequo vergeben werden. Die Jury kann eine lobende Erwähnung aussprechen.

16.

Das Festival erwartet, dass die Preisträgerin persönlich an der Preisverleihung teilnimmt.

17.

Der/Die Produzent/in des prämierten Filmes wird verpflichtet, den Preis mit vollem Namen und unter Einbeziehung der Nennung des Festivals in all seinen Öffentlichkeits- und Werbematerialien zu nennen. Das Festivallogo wird gerne zur Verfügung gestellt.

18.

Die Anmeldung zur Teilnahme am Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln gilt als Anerkennung des Reglements. Die Direktorin des Festivals hat das Recht, alle durch die Richtlinien nicht erfassten Fälle zu regeln sowie Ausnahmen in besonderen und begründeten Fällen zuzulassen.

Anmeldeschluss war der 10. Januar 2009