Nationaler Wettbewerb für Bildgestalterinnen

Jury 2009
Ute Freund, Sophie Maintigneux, Bella Halben

Bereits zum fünften Mal veranstaltete das IFFF Dortmund|Köln den nationalen Wettbewerb für Nachwuchs-Bildgestalterinnen und setzte damit seine in 2001 begonnene, erfolgreiche Förderung fort. Der Dortmunder Preis für Bildgestalterinnen macht die Filmbranche auf neue Talente aufmerksam und soll die jungen Frauen hinter der Kamera bestärken, ihren Berufsweg nach der Ausbildung konsequent weiter zu gehen.

2009 konnten zum ersten Mal zwei Preise verliehen werden, getrennt nach den Kategorien Spielfilm (dotiert mit 5.000 €) und Dokumentarfilm (dotiert mit 2.500 €).

Die Arbeitsbedingungen unterscheiden sich wesentlich: Bei einem Spielfilm hat die Bildgestalterin bereits im Vorfeld die Möglichkeit, gemeinsam mit der Regie und den anderen Abteilungen wie Ausstattung, Kostüm oder Setdesign ein konkretes Drehkonzept zu entwickeln. Sie kennt die Räumlichkeiten, in denen gedreht wird und kann das Licht exakt bestimmen.

Für den Dreh eines Dokumentarfilms sind andere Fähigkeiten gefragt. Die Kamerafrau muss spontan auf Situationen reagieren können: flexibel mit der Kamera neuen Entwicklungen folgen, sich für Bildausschnitte und Einstellungsgrößen entscheiden, auf sich verändernde oder unbekannte Lichtverhältnisse einstellen. Ihr (Blick-) Kontakt zur Regisseurin / zum Regisseur ist wichtig, um gemeinsam im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und Intuition gehört natürlich auch dazu.

Hohe Teamfähigkeit und kameratechnisches Know-how auf dem neuesten Stand sind für beide Bereiche unabdingbar. Immer mehr junge Frauen trauen sich diese anspruchsvolle Arbeit zu:

53 Kameraarbeiten wurden 2009 eingereicht und daraus 32 Filme für den Wettbewerb nominiert. Angefragt waren wieder Abschlussarbeiten oder Filme aus den ersten beiden Jahren nach Ausbildungsende.

Mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Fachhochschule Dortmund.