Die Preisträgerinnen

Julia Daschner, Susanne Kurz, Anne Misselwitz und Marlen Schlawin (v.l.n.r.)

Die Jury (Sophie Maintigneux, Bella Halben und Ute Freund) hat sich vom 4. bis 7. März 2009 in den Räumen der FH Dortmund getroffen, die 32 nominierten Filmen gesichtet und entschieden:

Der Preis in der Kategorie Spielfilm, dotiert mit 5.000 €, ging zu gleichen Teilen an die Bildgestalterin Susanne Kurz für ihre Kameraarbeit in dem Kurzspielfilm 1,2,3 und an die Bildgestalterin Marlen Schlawin für ihre Kameraarbeit in dem Kurzspielfilm BADETAG (Regie Philipp Batereau).


Aus den Jury-Begründungen:

1, 2, 3
Von Weite zu Nähe.
Von Außen nach Innen.
Von Zartheit zur Brutalität.

In einem ungewöhnlichen Format, in 1: 1.37, gestaltet Susanne Kurz ein filmisches Gedicht.Mit großer Leidenschaft und Stilsicherheit komponiert sie in einem Film, der auf Dialog verzichtet, faszinierende und stimmungsvolle Bilder.


BADETAG

Ein friedlicher Tag, ein ruhiger See, ein Mann taucht auf......

Vom ersten Moment erzeugt Marlen Schlawin mit ihrer Bildsprache eine geheimnisvolle, spannende Atmosphäre. Mit gestalterischen Mitteln wie Steadycam, Unterwasserkamera und 35mm Adapter setzt sie ihre künstlerischen Visionen um. Durch ihre mutige und präzise Herangehensweise im Umgang mit Räumen, Zeit, und Licht überrascht sie uns mit eindrucksvollen Bildern.


Der Preis in der Kategorie Dokumentarfilm geht an:

die Bildgestalterin Anne Misselwitz für ihre Kameraarbeit in dem Dokumentarfilm Der Die Das (Regie Sophie Narr).

Der Dortmunder Preis für Bildgestalterinnen in der Kategorie Dokumentarfilm wird gestiftet von derwesten.de, dem Online-Portal der WAZ Mediengruppe.

Eine lobende Erwähnung geht an die Bildgestalterin und Regisseurin Julia Daschner für ihre Kameraarbeit in dem Dokumentarfilm AUF DER WALZ.


Aus den Jury-Begründungen:

DER DIE DAS
Immer auf Augenhöhe.
Respektvoll, zurückhaltend, liebevoll.
Geduldig, gelassen, beobachtend.

Eine Klasse im ersten Schuljahr, ein Ort, den wir alle kennen, an dem häufig die ersten Konflikte entstehen. Wir tauchen ein in die Welt von Fuat, Laethicia, Bright und Sanita. Anne Misselwitz ermöglicht uns durch ihre intuitive Kameraführung ein unmittelbares Miterleben und Mitfühlen. Ihr unvoreingenommener Blick, der nie bewertend oder aufdringlich ist, hinterlässt Spuren.


AUF DER WALZ
Landschaft
Grenzen
Heimat

Der Film AUF DER WALZ transportiert ein Lebensgefühl von Freiheit und Beweglichkeit. Durch die malerischen Bilder, ihr Gefühl für Lichtstimmungen und den Blick für die Schönheit der Natur schafft Julia Daschner eine poetische Abbildung der Tradition und Lebensweise von Wandergesellen. Ihre Entscheidung, den Film auf 16mm zu drehen, trägt zu einer sinnlichen Erfahrbarkeit bei.

Die Preise wurden im Rahmen der Preisverleihung des IFFF Dortmund|Köln am Sonntag, den 26. April 2009 an die Bildgestalterinnen übergeben.