Schulfilmprogramm

Football Under Cover
D 2008, Regie: Ayat Najafi (Schulfilmprogramm 2009)

Insgesamt 12 Filme präsentiert das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund|Köln in diesem Jahr im Rahmen seines Schulfilmprogramms 2009.

Spielfilme und Dokumentarfilme, die den Alltag oder Ausnahmesituationen von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Kulturen, gesellschaftlichen Zusammenhängen und individuellen Konstellationen zeigen. Ausgehend vom Festivalthema, das 2009 der „Freiheit“ gewidmet ist, sind die jungen Protagonisten der ausgewählten Filme in unterschiedlichen Kontexten auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Leben frei zu bestimmen, sich ohne fremd auferlegte Zwänge entwickeln zu können.

An die Klassen 2 – 5 richten sich die Spielfilme KARO UND DER LIEBE GOTT, FIA! und DER FUCHS UND DAS MÄDCHEN. Karo schafft es mit Hilfe eines alten Nachbarn, den sie für Gott hält, die Trennung der Eltern zu überwinden, und Fia kann sich nach langen Kämpfen frei für ihre neue Pflegefamilie entscheiden, ohne die Liebe zu ihrer Mutter zu verraten.

Die Filme für die Sekundarstufen I und II verhandeln „Freiheit“ neben dem individuellen Aspekt auch auf einer gesellschaftlichen Ebene. Um Meinungsfreiheit geht es zum Beispiel in dem Musik-Dokumentarfilm THE DIXIE-CHICKS: SHUT UP AND SING. Die Country-Band hatte 2003 mit einer Bush-feindlichen und den Irak-Krieg ablehnenden Äußerung eine ungeahnte mediale Hetzkampagne der konservativen amerikanischen Öffentlichkeit angestoßen. In FIGHTGIRL AYSE versucht die 17-jährige Kung-Fu-Kämpferin die traditionellen Anforderungen ihrer türkischen Familie mit ihrem eigenen Freiheitsstreben zu vereinen. Zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls sind drei bisher selten gezeigte DEFA-Filme über Jugendliche in der ehemaligen DDR zu sehen.

Nach jeder Vorführung wird ein Filmgespräch angeboten. Hier können die SchülerInnen Fragen zum Film stellen oder durch Erläuterungen der Moderatorinnen mehr über die Hintergründe der jeweiligen Filmproduktion und ihre spezifische Filmsprache erfahren. In einigen Fällen sind die Filmemacherinnen selbst zu Gast.