Filmdienst präsentiert: Was bleibt

Was bleibt
DE 2008, Regie: Gesa Knolle und Birthe Templin

Drei Frauen – drei Generationen. Was auf dem Foto wie eine Werbebotschaft daherkommt, spiegelt in Wirklichkeit fast 70 Jahre deutscher Geschichte. Mit Was bleibt präsentierte der filmdienst auch 2008 einen außergewöhnlichen Film und bat die Regisseurinnen Gesa Knolle und Birthe Templin zum Gespräch.

Opfer und Täterin: Was bleibt stellt zwei Familien vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Jüdin Erna folgte als 17-Jährige freiwillig ihrer Mutter nach Auschwitz, um sie zu beschützen und verspricht ihr, von dem erlebten Grauen zu berichten. Dietlinde hingegen entdeckt erst in den 80er Jahren, dass ihre Mutter KZ-Aufseherin war. Bis heute versucht sie herauszufinden, was für ein Mensch ihre Mutter gewesen ist. Durch die Offenheit der Protagonistinnen und die geschickte Montage entsteht ein Dialog innerhalb und zwischen den Familien.

Was bleibt ist ein Film von strenger Schönheit. Die Regisseurinnen thematisieren in großer Gelassenheit eine der schwierigsten Fragen: Wie integrieren wir Auschwitz in unsere Gegenwart?