Die Jury

Jury 2008
Dr. Barbara Buhl, Nina Menkes, Li Yu

Dr. Barbara Buhl, geb. 1953 in Opole (Schlesien/Polen), studierte Germanistik und Sozialwissenschaften in Köln und promovierte über Bertolt Brecht. Zunächst war sie als Dramaturgin am Theater Oberhausen tätig. Nach einem Redaktionsvolonteriat bei WWF (Westdeutsche Rundfunkwerbung GmbH) war sie als Redakteurin in der Programmabteilung des WWF unter anderem zuständig für Serien wie Knastmusik,Tisch und Bett, Marienhof, Die Partner und Der Fahnder.
1999 wechselte Barbara Buhl in die Abteilung Film und Serien des WDR, seit 2004 ist sie stellvertretende Leiterin. Nach redaktioneller Zuständigkeit für die Lindenstraße zeichnete sie unter anderem verantwortlich für die vielfach preisgekrönten Doku- Dramen Die Manns und Speer und Er von Heinrich Breloer, für zahlreiche Fernsehspiele wie Liebling, bring die Hühner ins Bett, Dornröschen erwacht, Arnies Welt (Grimme-Preis 2007) und Guten Morgen, Herr Grothe (Hauptpreis Akadamie der darstellenden Künste Baden-Baden). Außerdem betreute sie Kinoprojekte wie Alles auf Zucker (Deutscher Filmpreis in Gold) und Mein Führer sowie etliche Debütfilme.
Dr. Barbara Buhl lebt in Köln.

Nina Menkes gehört zu den Leitfiguren des amerikanischen Underground-Films. Die Filme der US-Regisseurin sind visuell, assoziativ, traumhaft und fragmentarisch und entziehen sich einer einfachen Kategorisierung. Im Mittelpunkt stehen Frauenfiguren, Einzelkäpferinnen- bis 1996 von Nina Menkes Schwester Tinka verkörpert.
Stehts geht es um die Erfahrung gesellschaftlicher Zurichtung, um Tabus, Isoliertheit, Schmerz, Wut und Verzweiflung.
Nina Menkes ist Absolventin der UCLA School of Theater, Film & Television, Los Angeles. Sie unterrichtete Filmregie an der USC School of Cinematic Art in Los Angeles, am California Institute of the Arts in Valencia und am Indischen Film- und Fernsehinstitut (FTII) in Puna. Sie ist Mitglied der Directors Guild und der Auswahljury der Rockefeller Foundation Media Arts Awards.
Nina Menkes neuester Film Phantom Love wurde im Panorama des Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln 2008 gezeigt.

Li Yu
wurde 1973 in der Provinz Shangdong geboren. Sie arbeitete zunächst als Drehbuchautorin beim staatlichen Fernsehsender CCTV. Ihre erste dokumentarische Kinoarbeit Jie jie (Sister) wurde in China verboten. 2001 realisierte sie ihr Spielfilmdebüt Jin nian xia tian (Fish and Elephant) über die sexuelle Beziehung zwischen zwei Frauen.
Li Yus neuester Film Ping Guo (Lost in Beijing) kam nach Festivalerfolgen in Europa Ende 2007 auch in China in zensierter Fassung in die Kinos. Mittlerweile ist er in China wieder verboten, weil herausgeschnittene angeblich pornographische Szenen im Internet aufgetaucht sind und für Werbezwecke benutzt worden seien. Außerdem wurde der Produktionfirma für zwei Jahre untersagt, neue Projekte anzugehen. Das Frauenfilmfestival Dortmund | Köln 2008 zeigte Ping Guo im Fokus China.