Li Yu

Lost in Bejing
HK/CN 2007, Regie: Li YU

Lost in Beijing: Li Yu - der Shooting-Star der chinesischen Filmszene

Die chinesische Regisseurin Li Yu war im Jahre 2008 Mitglied der Jury des Spielfilmwettbewerbs. Das Festival zeigte ihren Film Lost in Beijing der international große Erfolge feierte, in seiner Heimat aber immer wieder von den Zensurbehörden verboten wurde.

Für die Regisseurin eine unerträgliche Situation: „Ich repariere nicht mein Haus, sondern ich mache Kunst.“ Ihre Stelle beim staatlichen Fernsehen gab sie daher auf, um unabhängiger arbeiten zu können. So entstand ihr erster Spielfilm Fish and Elephant, der erste chinesische Spielfilm mit lesbischer Thematik.

Lost in Beijing erzählt die Geschichte zweier ungleicher Paare im rastlosen Peking der Moderne. Während Ping Guo und ihr Mann An Kun voller Hoffnung auf Arbeit und bessere Bezahlung in die Großstadt gezogen sind, führen Ping Guos Chef Lin Dong und seine Frau eine zwar finanziell abgesicherte, aber kinderlose und entfremdete Ehe. Als Lin Dong die junge Ping eines Tages auf der Arbeit vergewaltigt und diese kurze Zeit später schwanger wird, schließen die beiden Ehemänner einen fragwürdigen Deal, der alle vier Protagonisten ins Verderben stürzt. Li Yu zeichnet in ihrem dritten Spielfilm ein eindringliches,
und in seiner Lebensnähe manchmal verstörendes Bild von Individuen, die sich buchstäblich in der Großstadt verloren haben.

Die Regisseurin sprach im Anschluss über ihre Arbeit.