Dokumentarfilm im Dialog

Yang Lina
Regisseurin von "Old Men"

Dokumentarfilm im Dialog

Begegnungen mit Regisseurinnen aus China und Deutschland

Zahlreiche Filmschaffende aus China werden vom 23. - 27. April in Köln zu Gast sein. Das Interesse an intensivem Austausch ist groß. In Workshops sprechen deutsche und chinesische Dokumentarfilmerinnen über ihre Arbeit. Die Veranstaltung bietet allen interessierten Festivalbesuchern die Möglichkeit zu Gesprächen über dokumentarisches Arbeiten und die aktuelle Situation von Filmschaffenden in China.

Bettina Braun trifft Yang Lina. Beide Filmemacherinnen porträtieren in ihren Dokumentationen eine soziale Gruppe und zeigen, wie die einzelnen Mitglieder zwischen Alltag und Tradition ihr Leben definieren. Während Yang Lina sich in Old Men einer Gruppe älterer Herren in ihrer Nachbarschaft widmet, stehen bei Bettina Braun vier muslimische Jungen aus Köln im Zentrum ihres Films Was lebst du? Die Regisseurinnen sprechen über Vor- und Nachteile der digitalen Technik und der Arbeit in Mini-Teams.

Feng Yan und Sylvie Banuls diskutieren Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Langzeitbeobachtungen. Feng Yan hat für ihren Film Bingai mehr als zwei Jahre eine Frau begleitet, die sich der Zwangsumsiedelung im Zuge des Drei-Schluchten-Staudammbaus widersetzte. Sie hat eine ebenso enge Beziehung zu ihren Protagonisten entwickelt wie die Münchner Dokumentarfilmerin Sylvie Banuls, die für ihr Langzeitprojekt Mutterjahre eine Kölner Familie über Jahrzehnte begleitete.

In China wie in Deutschland spielen die Fernsehsender bei der Auftragsvergabe auch für Dokumentarfilme eine zunehmend
wichtige Rolle. Anne Even, Redakteurin bei ZDF/ARTE und Ye Lei, Produzentin von Shanghai TV Station, sprechen über Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen für dokumentarische Formate im Fernsehen.

In Kooperation mit der Asienstiftung und der dfi-dokumentarfilminitiative im Filmbüro NW

siehe auch Fokus China