Die Preisträgerin

Aurélia Georges
"L'Homme qui marche"

Aurélia Georges gewann in Köln den mit 10.000 Euro
dotierten Internationalen Debüt-Spielfilmpreis


Fünf Tage lang hatte das Team um Festivalleiterin Silke Räbiger in Köln über 90 Filme, Vorträge, Workshops und Werkstattgespräche an sechs Veranstaltungsorten präsentiert. Das Publikum bescherte dem Festival trotz des schönen Wetters zahlreiche ausverkaufte Vorführungen. Insgesamt kamen rund 8.000 ZuschauerInnen zum Festival nach Köln.

Die Jury hatte es nicht leicht: die acht Beiträge des Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerbs für Regisseurinnen waren sehr unterschiedlich, inhaltlich wie formal – von der Kriegsparabel über das Road Movie bis zur Literaturverfilmung. Die Wahl fiel auf L´Homme qui marche der französischen Regisseurin Aurélia Georges. Sie erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen und nahm den Preis bei der feierlichen Preisverleihung im Filmforum persönlich entgegen.

Die Jurymitglieder Dr. Barbara Buhl (Köln), Prof. Dai Jinhua (Peking, in Vertretung von Li Yu) und Nina Menkes (Los Angeles) begründen ihre Entscheidung wie folgt:

L´Homme qui marche ist das eigenwillige filmische Portrait eines unbekannten Autors aus zeitgeschichtlichem Blickwinkel. Das Drehbuch, der Hauptdarsteller, die Kameraführung und der Schnitt arbeiten in aufrichtiger und ökonomischer Weise zusammen und kreieren ein überzeugendes und detailgenaues Werk über den Lebensweg eines erfolglosen Künstlers, der zunehmend den Kontakt zur Gesellschaft verliert.“

Eine lobende Erwähnung ging an die niederländische Gesellschaftskomödie Maybe Sweden von Margien Rogaar mit der folgenden Begründung:

„Durch seine herausragende Regie, das Zusammenspiel des Ensembles und eine spannende dramatische Struktur so wie dem Einsatz von scharfem Humor gelang es, einen starken und politisch relevanten Film herzustellen.“