Die Jury

Marita Breuer (Foto: Stefan Klüter), Marian Masone, Jocelyne Saab (Foto: Chartlotte Krauß)

Marita Breuer
studierte Schauspiel an der Folkwang Hochschule in Essen und absolvierte eine Strasberg-Ausbildung in Parma und Wien. Ihr Anfangsengagement führte sie an das Stadttheater Gießen, seither arbeitete sie als freie Schauspielerin am Schauspielhaus Düsseldorf, an den Städtischen Bühnen Köln, am Aalto-Theater Essen, am Theater Aachen und am Schauspielhaus Zürich. Unter der Regie von Edgar Reitz spielte sie die Rolle der Maria Simon in der elfteiligen Fernsehserie Heimat (1980), für die sie mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Darstellerpreis ausgezeichnet wurde. Marita Breuer arbeitete mit Regisseur_ innen wie Karin Brandauer, Tom Toelle, Tom Tykwer und Hermine Huntgeburth. Ab Oktober 2013 ist sie in dem Kinofilm Die andere Heimat (Edgar Reitz) zu sehen. Seit 2000 tritt sie außerdem mit ihrem Bruder, dem Komponisten und Pianisten Wolfgang Breuer, in Musik- und Rezitationsprogrammen auf. Irgendein Blues spielt mit mir ist der Titel ihres aktuellen Projekts.

Marian Masone
ist unter anderem stellvertretende Programmdirektorin der Film Society des Lincoln Centre, Mitglied des Auswahlkomitees für das New York Film Festival und des Programmkomitees des Human Rights Watch Film Festivals. Sie sitzt im Aufsichtsrat von Women Make Movies (WMM) und ist Mitglied bei New York Women in Film and Television. Sie hat das Festival of Independents in Philadelphia und das New American Media Makers Festival im Mueo Reina in Madrid kuratiert und in Jurys und Ausschüssen für das Metropolitan Museum of Art, das Black Maria Film Festival, das San Francisco Film Festival oder das New York Council on the Arts mitgewirkt. Marian Masone war unter anderem im Beirat des Boston International Festival of Women’s Cinema und bei Creative Capital. Außerdem war sie Gastdozentin an der Parsons School of Design, am Pratt Institute und im Museo Reina Sofia in Madrid. Masone schreibt in verschiedenen Publikationen über Film und Medien.

Jocelyne Saab
wurde im Libanon geboren und ist Regisseurin, Autorin, Dokumentarfilmerin und Fotografin. Der Libanesische Bürgerkrieg führte die ehemalige Fernsehmoderatorin und Nachrichtensprecherin als Kriegsreporterin an die Front. 1975 drehte sie mit Lebanon in Turmoil ihre erste lange und preisgekrönte Dokumentation. Weitere, von der internationalen Kritik gelobte Dokumentationen im Libanon, Spanisch-Sahara, Ägypten, Iran, Vietnam und Kurdistan folgten. Ihr Spielfilmdebüt Suspended Life (1985), das während des Bürgerkriegs in Beirut entstand, wurde auf dem Festival in Cannes gezeigt. Dunia, ihr zweiter Spielfilm, lief auf dem Sundance Film Festival. Zunehmend beteiligte Jocelyne Saab sich auch an Kunstausstellungen und realisiert Kunstfilme, in denen sie die Freiheit der Phantasie thematisiert. So auch in What’s Going On?, der 2012 auf dem IFFF Dortmund | Köln zu sehen war. Aktuell hat sie einen Film für das Museum of Civilisations from Europe and the Mediterranean (MuCEM) in Marseille hergestellt und arbeitet an einem neuen Spielfilm.