Die Preisträgerin

Agnieszka Kurzydlo (3.v.l., Produzentin W Imié) mit Silke J. Räbiger (IFFF), Prof. Dr. Hanns-Ferdinand Müller (RWE Vertrieb AG), Jocelyne Saab, Marita Breuer, Marian Masone (Jury) und Sonja Hofmann (IFFF)

Den mit 25.000 Euro dotierten Preis für den besten Spielfilm einer Regisseurin erhielt IN THE NAME OF… (W imie…) aus Polen. Małgośka Szumowska greift in ihrem bildgewaltigen Film das Thema der Homosexualität unter Priestern auf und erzählt vom inneren Kampf eines moralisch integren Menschen, der sich vor Sehnsucht und Einsamkeit beinahe verzehrt.

Die internationale Jury – besetzt mit der Schauspielerin Marita Breuer (Deutschland), der Regisseurin Jocelyne Saab (Libanon) und der Kuratorin Marian Masone (USA) – begründete ihre Entscheidung wie folgt:
„Ein mutiger Film, der in einer realistischen, spirituell durchwirkten Geschichte ein System hinterfragt, das Sexualität und Liebe keinen Raum gibt. Das intensive Spiel der präzise geführten Protagonisten verstärkt die humanistische Botschaft des Films.“

Das Preisgeld, das zwischen der Regisseurin (15.000 Euro) und dem deutschen Verleih (10.000 Euro) geteilt wird, nahm am Abend die Produzentin von IN THE NAME OF… Agnieszka Kurzydlo in Vertretung der Regisseurin entgegen.


Lobende Erwähnung Spielfilmwettbewerb

Der niederländische Spielfilm SNACKBAR von Meral Uslu wurde mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Sie zeichnet mit dokumentarischen Mitteln eine intensive Milieustudie in einem Rotterdamer Vorortviertel. Die titelgebende Snackbar dient den marokkanischen Jugendlichen des Viertels als Zuflucht.
Die Jury sah in SNACKBAR „einen Film, der in seinem Rhythmus aus aggressiver Energie und ruhigen, tief berührenden Momenten, einer Generation von Migranten, die wir so gerne überhören, eine Stimme verleiht.“