Die Filme

The Magnetic Tree
R: Isabel Ayguavives, ES/CL 2013

Die Wettbewerbsfilme

Des Etoiles
(Under the Starry Sky)
R: Dyana Gaye, F/SEN 2013, 88’, Deutschlandpremiere
Der Film zeichnet die unterschiedlichen Migrations-Erlebnisse von drei Mitgliedern einer senegalesisch-stämmigen Familie nach. Pendelnd zwischen Turin, New York und Dakar suchen die Protagonisten nach Arbeit, Erfüllung oder beidem. Gaye navigiert ihre Figuren präzise, ökonomisch und humorvoll durch die Schauplätze. Das komplizierte und extrem fordernde Leben in der Migration wird fühlbar ohne dass die Figuren ihre Stärke verlieren.

Los insólitos peces gato
(The Amazing Catfish)
R: Claudia Sainte-Luce, MEX 2013, 89’, Deutschlandpremiere / Eröffnungsfilm
Claudia, eine einsame junge Frau, wird zur Pflegerin und Vertrauten von Martha, der schwerkranken aber nicht zu bändigenden, starken Mutter von vier Kindern. Je schwächer Martha wird, desto enger werden die Bande der kuriosen Wahlfamilie. Claudia Sainte-Luce gelingt mit ihrem ungewöhnlichen, autobiografisch gefärbten Debüt - ins Bild gesetzt von Agnès Godard - eine fröhliche und berührende Tragikomödie.

El árbol magnético
(The Magnetic Tree)
R: Isabel Ayguavives, ES/CL 2013, 85’, Deutschlandpremiere
Familie auf dem Land, die sich in großer Runde zu einer fröhlich-sentimentalen Abschiedsfeier trifft: Das geliebte Landhaus muss verkauft werden. Es ist ein magischer Ort, der viele schöne Erinnerungen hervorruft. Ayguavives erzählt poetisch und witzig von den Gefühlen der Sicherheit und Beengtheit, die familiäre Beziehungen prägen.

La Plaga
(The Plague)
R: Neus Ballús, ES 2013, 84’
Der Film begleitet im short-cuts-Prinzip fünf faszinierende Protagonisten im ländlichen Katalonien, an der Peripherie Barcelonas in ihrem Existenzkampf. Es ist ein heißer Sommer, eine Insektenplage ruiniert die Ernte. Detailgenau beobachtet Neus Ballús die Alltagsroutinen ihrer Laiendarsteller und hat eine eindrückliche Mischung zwischen Dokument und Fiktion geschaffen, das viel über Spanien und letztlich auch Europa erzählt.

Le sens de l’humour
(Sense of Humor)
R: Marilyne Canto, F 2013, 88’, Deutschlandpremiere
Die Museumspädagogin Elise lebt allein mit ihrem 10-jährigen Sohn Leo. Ihr Ehemann ist schon lange tot. Ihre Affäre mit Paul steckt im Chaos fest, Attraktion und das Bedürfnis Paul wegzustoßen, wechseln sich ab. Paul und Leo dagegen verstehen sich prächtig. Dann wird Elise schwanger. Die Schauspielerin Marilyne Canto inszeniert mit Klarheit und Lakonik die Schwierigkeiten, eine Beziehung zu gestalten, wenn man nicht mehr zwanzig ist.

Marussia
R: Eva Pervolovici, RUS/F 2013, 82’
Marussia lebt mit ihrer Mutter Lucia in Paris. Seit sie aus Moskau gekommen sind, sind sie permanent unterwegs. Als sie aus ihrer aktuellen Unterkunft rausfliegen, verschärft sich die Lage und sie wandern obdachlos mit ihren Rollkoffern durch die Stadt auf der Suche nach einer Bleibe. Doch Lucia versucht stur, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Matei Copil Miner
(Matei Child Miner)
R: Alexandra Gulea, RO/D/F 2013, 80’, Deutschlandpremiere
Der 11-jährige Matei lebt bei seinem Großvater, weil die Eltern in Italien arbeiten. Nach einem Streit fliegt er von der Schule und haut von zuhause ab. Alexandra Gulea findet selbst in den düstersten Momenten schöne und ruhige Bilder und Humor. Unsentimental erzählt sie mit Mateis Geschichte stellvertretend von den vielen Kindern in Rumänien, die elternlos aufwachsen, weil die Verhältnisse es erzwingen.

Talea
R: Katharina Mückstein, A 2013, 75’
Katharina Mückstein erzählt von der schwierigen Annäherung des Teenagers Jasmin und ihrer Mutter Eva (Nina Proll), die nach einem Gefängnisaufenthalt versucht, wieder Tritt in der Gesellschaft zu finden. Jasmin, die bei Pflegeeltern aufwächst, die ihre Sehnsucht nach Nähe nicht stillen können, erzwingt einen Wochenendurlaub mit Eva.

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