Depressed? Yes, okay, but let´s speak out!

The Alphabet of Feeling Bad
R: Karin Michalski, D 2012

Workshop und Filmprogramm

Die aktivistische Gruppe Feel Tank Chicago formulierte 2003 den Slogan „Depressed? It Might Be Political” und rief zu Demos in Pyjama und Bademantel auf. Queer-feministische Theoretiker_innen wie Ann Cvetkovich, Lauren Berlant oder Heather Love, die Teil der Feel Tanks in verschiedenen US-amerikanischen Städten sind, haben begonnen, Emotionen wie Depressionen und „feeling bad” (sich schlecht fühlen) im Zusammenhang mit neoliberalen Arbeits- und Lebensverhältnissen, mit Trans- und Homophobie, Sexismus sowie mit postkolonialen Hierarchien und Rassismen als „public feelings” zu politisieren.

Dabei adressieren sie insbesondere auch „Aktivist_innen, Akademiker_innen und Künstler_innen, die sich sozialer Veränderung verschrieben haben, aber sich häufig entmutigt, frustriert oder unpassend fühlen.” (Ann Cvetkovich)

Ausgangspunkt des Workshops von und mit Karin Michalski ist die gemeinsame Diskussion aktueller künstlerischer Video- und Film-Arbeiten, die sich einer Politisierung des „feeling bad” verschrieben haben. Karin Michalski arbeitet als Künstlerin, Videokunstkuratorin und Dozentin in Berlin. Seit 2001 organisiert sie die Film-Kunst-Reihe und ist Herausgeberin des Kunst-Fanzines FEELING BAD – queer pleasures, art & politics.


Termine:
Filmprogramm ("Depressed? Yes, okay, but let´s speak out")
Fr, 11. April 2014, 16 Uhr, Filmpalette
Tickets online

Workshop ("Depressed? It Might be Political")
Sa, 12. April 2014, 12.00 - 15.00 Uhr Bürgerhaus Stollwerck
Tickets online

Preise:
Eintritt: Film 7€ / 5€ (erm.), Workshop 7€ / 5€ (erm.)