Die Filme

Trazando Aleida
R: Christiane Burkhard, MEX 2008

Fokus: Mexiko Langfilme

A los ojos
Spielfilm, MEX 2015, 71‘, R: Victoria Franco, Michel Franco, OmeU, dt. eingespr.
Mónica ist eine engagierte Sozialarbeiterin in Mexiko-Stadt und alleinerziehende Mutter. Ihr Sohn leidet an einer degenerativen Augenerkrankung. Eine Transplantation ist ihre einzige Hoffnung. Das ineffektive Gesundheitssystem und ihre schlechte Finanzlage zwingen sie zu einer extremen Lösung in der Welt der obdachlosen Jugendlichen.
Mi 20.04., 21.30 Uhr, Filmpalette, Tickets

Dieses schöne Scheißleben
Dokumentarfilm, DE 2014, 90‘, R: Doris Dörrie
Unverwechselbar gehört das Bild musizierender, Sombrero und Cowboystiefel tragender Mariachi zur mexikanischen Kultur. Mariachi zu sein ist ein Lebensstil. Und traditionell eine Männderdomäne. Doch bereits seit den 50er Jahren tragen auch weibliche Mariachi-Profis die Lieder über Tod, Armut und unglückliche Liebe auf der Plaza Garibaldi vor und behaupten sich gegen die Anfeindungen der Machokultur. Vor dem Hintergrund des „Dia de los Muertos“, dem morbid-frohen Totenfest, das die Gegensätze und Extreme der mexikanischen Kultur aufzeigt und den Tod als Teil des Lebens feiert, begleitet Regisseurin Doris Dörrie Maria del Carmen und ihre Kolleginnen bei ihren Auftritten auf den Straßen von Mexiko-Stadt. Ein Film über die Stärke der Frauen und die Kraft der Musik.
So 24.04., 15.30 Uhr, Odeon, Tickets

El tiempo suspendido
Dokumentarfilm, MEX 2015, 64‘, R: Natalia Bruschtein, OF, engl. und dt. UT
Ein bewegendes Dokument über Laura Bonaparte, Großmutter der Regisseurin, politische Aktivistin und Mitgründerin der Bewegung „Madres de Plaza de Mayo“. Sie emigrierte nach Mexiko, da ihr die argentinische Militärregierung durch gewaltsames „Verschwindenlassen“ drei ihrer Kinder raubte. Ein Film über Erinnerung und den Kampf gegen historische Amnesie.
Gast: Abril Schmucler (Produzentin)
Mi 20.04., 18 Uhr, Filmforum, Tickets

La mujer de nadie
Spielfilm, MEX 1937, 82‘, R: Adela Sequeyro, OmU
Der erste Tonfilm in Mexiko, bei dem eine Frau Regie führte: Das Melodram erzählt von der jungen Ana María (Adela Sequeyro), die im 19. Jahrhundert vor ihrem brutalen Stiefvater flieht. Drei Künstler nehmen sie auf und verlieben sich in sie. Bald stellt die Eifersucht ihre Freundschaft auf die Probe. Mit einer kurzem Einführung.
Sa 23.04., 13.30 Uhr, Filmforum, Tickets

Sabrás qué hacer conmigo
Spielfilm, MEX 2015, 86‘, R: Katina Medina Mora, OF, engl. und dt. UT
Der charmante Fotograf Nicolás verliebt sich in die selbstbewusste Isabel. Nicolás leidet seit seiner Kindheit an Epilepsie, Isabel muss sich um ihre depressive Mutter kümmern. Um zueinander zu finden, müssen sie zunächst die eigenen Schwächen und Dämonen akzeptieren. Aus der Perspektive von beiden erzählt, sehen wir, wie sich ihr Leben von Grund auf verändert.
Fr 22.04., 22.15 Uhr, Filmforum, Tickets

Seguir viviendo
Spielfilm, MEX 2014, 80‘, R: Alejandra Sánchez, OF, engl. und dt. UT
Die Teenager Jade und Kaleb geraten in einen bewaffneten Konflikt und sollen von einer Journalistin außer Landes gebracht werden. Die Regisseurin verbindet wahre Fakten mit Fiktion in einem Roadmovie durch ein Land der ständigen Bedrohung. Die Mutter von Jade und Kaleb fiel 2001 den zahlreichen Verbrechen an Frauen in Ciudad Juárez zum Opfer.
Zu Gast: Alejandra Sánchez (Regisseurin), Celia Iturriaga (Produzentin)
So 24.04., 11 Uhr, Filmforum, Tickets

Tempestad
Dokumentarfilm, MEX 2016, 105‘, R: Tatiana Huezo, OmeU, dt. eingespr.
Eine junge Mutter wird unschuldig in ein Gefängnis verschleppt, das unter der Kontrolle eines Drogenkartells steht. Eine Zirkusartistin berichtet von ihrer verschwundenen Tochter. Über Bilder einer Reise von Nord- nach Südmexiko verbinden sich die beiden Berichte zur Erzählung über ein Land im Griff der organisierten Kriminalität.
Zu Gast: Tatiana Huezo (Regisseurin)
Sa 23.04., 21.30 Uhr, Filmpalette, Tickets

Trazando Aleida
Dokumentarfilm, MEX 2008, 88‘, R: Christiane Burkhard, OF, engl. und dt. UT
Aleida Gallangos erfährt Mitte der 2000er Jahre ihre wahre Identität. Ihre Eltern sind "Verschwundene" des Krieges, den Mexiko gegen Oppositionelle in den 1970er Jahren führte. Sie und ihr Bruder wurden von verschiedenen Familien adoptiert. Gemeinsam mit Aleida forscht die Filmemacherin nach dem Verbleib des Bruders und findet ihn in Washington.  
Zu Gast: Christiane Burkhard (Regisseurin)
Sa 23.04., 16 Uhr, Filmforum, Tickets

 

Kurzfilme:

Ausencias
Kurzfilm, MEX/SLV 2015, 28', R: Tatiana Huezo, OmeU
Lulú hofft immer noch auf eine Spur ihres vor fünf Jahren entführten Ehemanns und ihres neunjährigen Sohns. Ein Film über das Gefühl von Abwesenheit und den Weg zurück ins Leben.
So 24.04., 13 Uhr, Filmforum
Läuft im Rahmen des Mexiko-Specials