Aufbruch der Autorinnen

Lions Love (...and Lies)
R: Agnès Varda, USA/FR 1969

Aufbruch der Autorinnen

Das europäische Kino der 1960er Jahre steht in Ost wie West für Rebellion gegen die überkommenen gesellschaftlichen Strukturen und die filmischen Konventionen dieser Zeit. Die drei Filme aus dem umfangreichen Programm „Aufbruch der Autorinnen“ (Dr. S. Schöbel, 2015), zeigen, dass es im Kino der Nouvelle Vague einer Generation junger Frauen gelang, als Autorinnen abendfüllende Spielfilme zu drehen. Agnès Varda, Vera Chytilová und Lina Wertmüller zeigen die schöpferische Vielfalt, Spielfreude und Rebellion der 60er Jahre – ihre Filme sind eine Lust für alle Kinoliebhaber_innen.
Mit Unterstützung des Hauprstadtkulturfonds

Von etwas anderem
Spielfilm, CZE 1963, 82‘, R: Vera Chytilová, OmU
Vera Chytilová vermischt Dokumentar- und Spielfilm in einer extrem modernen Montage. Das Leben der Sportlerin Eva Bosáková bei der WM 1962 in Prag ist real, sie nimmt für den Erfolg endlose Quälereien in Kauf. Das Leben der Hausfrau Věra mit Ehemann, Kind und Geliebten ist fiktiv, auch ihr gelingt es nicht, aus der Alltagsroutine auszubrechen.
Mit einer Einführung von Dr. Sabine Schöbel
Festivalpreview: Do 31.03., 20 Uhr, Filmforum
Tickets an der Abendkasse

Lions Love (...and Lies)
Spielfilm, USA/FR 1969, 110‘, R: Agnès Varda, OmU
Hollywood, 1. - 9. Juni 1968 und die Geschehnisse in der „Villa Fake“. Ereignisse von außen, die Attentate auf Martin Luther King, Robert Kennedy und Andy Warhol, dringen per TV und Telefon in die Villa. Varda kreuzt Pop mit Politik, Fiktion mit Realität. Ein Film über den Mythos Hollywood, die Hippiekultur und den Hype um den New Yorker Underground.
Mit einer Einführung von Dr. Sabine Schöbel
Festivalpreview: Sa 02.04., 20 Uhr, Filmforum
Tickets an der Abendkasse

The Belle Starr Story (Il mio corpo per un poker)
Spielfilm, IT 1967/68, 103‘, R: Lina Wertmüller, OmU
Elsa Martinelli als Colt-schwingendes, sommersprossiges Flintenweib mit langer, roter Mähne: Belle Starr. Sie reitet mit ihrer Bande durch die Prärie und befreit ihre Freundin vom Galgen. Ein feministischer Spaghetti-Western über sexuelle Gewalt, in dem auch das Motiv des Vatermords anklingt.
Do 21.04., 22:30 Uhr, Filmforum
Eintritt frei