Die Preisträgerin

Ana Cristina Barragán (Preisträgerin 2016)

Die ecuadorianische Regisseurin Ana Cristina Barragán konnte den mit 10.000 Euro dotierten Debüt- Spielfilmwettbewerb für sich entscheiden, in dem insgesamt acht Debüts zu sehen waren.

Ana Cristina Barragán porträtiert in ALBA das scheue Mädchen Alba (großartig gespielt von Macarena Arias) und die zunächst spröde, aber auch zarte Annäherung mit ihren Vater. Nachdem die Mutter krank geworden war, muss Alba zu diesem ziehen, den sie zuletzt mit drei Jahren gesehen hat.

ALBA überzeugte die Jury 2016, die mit Marilyn Watelet, Produzentin zahlreicher Filme Chantal Akermans, der mexikanischen Regisseurin und Produzentin Ana Cruz Navarro und der deutschen Regisseurin und Drehbuchautorin Angelina Maccarone besetzt war.

In der Jurybegründung heißt es: „Ana Cristina Barragán zeichnet das intime Porträt eines Mädchens, das auf der Schwelle des Erwachsenwerdens mit dem Wunsch dazuzugehören kämpft und dem Preis, den es dafür zu zahlen gilt. Dank der kinematographischen Wucht wie auch der Zartheit bedarf es keiner erklärenden Dialoge, damit der Film unter die Haut geht. Vom ersten Moment an sehen wir die Welt radikal nur durch die Augen dieses ernsten Mädchens, wunderbar verkörpert von der jungen Macarena Arias. Barragán erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte, die weit über sich selbst hinausgeht und zu einem starken Ausdruck von Liebe wird.“