Die Filme

Corniche Kennedy, F 2016, RG: Dominique Cabrera

Die Wettbewerbsauswahl 2017

Mi 05.04., 20.15 Uhr, Schauburg
Fr 07.04., 20.45 Uhr Filmforum
Corniche Kennedy
Spielfilm, F 2016, 90‘, R: Dominique Cabrera
An der Küstenstrasse von Marseille, der Corniche Kennedy, genießt eine Gruppe Jugendlicher das Leben in vollen Zügen; sie springen von Klippen ins Meer und nehmen dabei sämtliche Risiken in Kauf. Die behütete Suzanne (Lola Créton) ist fasziniert: Sie schwänzt ihr Examen und verbringt immer mehr Zeit mit Marco und Mehdi, der als Chauffeur für eine lokale Drogenbande jobbt.
Deutschlandpremiere
Zu Gast: Isabelle Razavet (Bildgestalterin)

Fr 07.04., 21.00 Uhr, Schauburg
Sa 08.04., 20.45 Uhr, Filmforum
En amont du fleuve (Upstream)
Spielfilm, B 2016, 89‘, R: Marion Hänsel
Homer und Joé wussten nichts voneinander, bis der Tod ihres Vaters sie plötzlich zusammenbringt. Nun haben die Halbbrüder ein Boot in Kroatien gemietet und fahren den Fluss hinauf in Richtung Wasserfälle – zwei Einzelgänger um die 50, die nur zögernd etwas von sich preisgeben. Ein spannendes Abenteuer, exzellent gespielt von Sergi López und Olivier Gourmet.
Deutschlandpremiere
Zu Gast: Marion Hänsel

So 09.04., 16.00 Uhr, Schauburg
Mãe só há uma (Don’t Call Me Son)
Spielfilm, BRA 2016, 82’, R: Anna Muylaert
Der queere brasilianische Coming-of-Age-Film erzählt die Geschichte von Pierre, der als Kind von seiner Mutter gestohlen wurde. Erst als 17-Jähriger erfährt er davon, als ihn plötzlich seine biologischen Eltern „nach Hause“ holen wollen. Doch Pierres Lebensentwurf passt nicht so recht zum neuen bürgerlichen Elternhaus. Ein unsentimentales und witziges Plädoyer für Patchworkfamilien.

Sa 08.04., 21.00 Uhr, Schauburg
Tess
Spielfilm, SA, 2016, 86‘, R: Meg Rickards
Aus Südafrika stammt der Wettbewerbsfilm "Tess". Die Verfilmung des Bestsellers "Whiplash" (Tracey Farren) schildert das Leben der jungen weißen Sexarbeiterin Tess in Kapstadt, das vollständig aus den Fugen zu geraten droht, als sie von ihrer Schwangerschaft erfährt. Rickards Film ist ein spannender und in großen Bildern inszenierter Appell gegen sexuelle Gewalt und Rape Culture.
Deutschlandpremiere
Zu Gast: Meg Rickards

Festival-Eröffnung: Di 04.04., 19.30 Uhr, CineStar
Do 06.04., 18.15 Uhr, Schauburg
The Party
Spielfilm, GB 2017, 71‘, R: Sally Potter
Ein Feuerwerk der geschliffenen Dialoge. GastgeberinJanet (Kristin Scott Thomas) ist gerade zur Ministerin ernannt worden und will das feiern. In zwei Zimmern, Küche und Bad entfaltet sich eine Gesellschaftskomödie, vor deren Witz nichts sicher ist und die das Brodeln unter der kultivierten linksliberalen Oberfläche brillant zu Tage fördert. Mit Patricia Clarkson, Bruno Ganz, Emily Mortimer, u. a.

Sa 08.04., 18.00 Uhr, Schauburg 1
Pokot (Spoor)
Spielfilm, PL 2017, 128‘, R: Agnieszka Holland
Die pensionierte Ingenieurin und strikte Vegetarierin Duszejko lebt zurückgezogen in einem Bergdorf an der polnisch-tschechischen Grenze. Eines Tages entdeckt sie die Leiche ihres Nachbarn. Weitere Männer, allesamt Jäger, sterben auf mysteriöse Weise. Eine Spur führt zu den Wildtieren im verschneiten Wald. Ein anarchistischer Ökothriller in einem rasanten Genremix, der bei der Berlinale 2017 den Alfred-Bauer-Preis erhielt.
Zu Gast: Katarzyna Adamik (Ko-Regie)

Do 06.04., 20.15 Uhr, Schauburg
Peur de rien (Parisienne)
Spielfilm, F 2015, 119‘, Regie: Danielle Arbid
Die junge Libanesin Lina (Manal Issa) kommt mit einem Studentenvisum Anfang der 90er Jahre nach Paris und schlägt sich ganz allein an der Uni, bei Ämtern und mit kleinen Jobs durch. Zunehmend selbstsicher, gelingt es ihr bald, für ihre Rechte zu kämpfen, Freundschaften zu schließen und sich zu verlieben. Ein mitreißendes Zeitporträt, getragen von der Musik und einer tollen Protagonistin.

Fr 07.04., 18.00 Uhr, Schauburg
Voir du pays (The Stopover)
Spielfilm, F 2016, 102‘, R: Delphine und Muriel Coulin
Die beiden jungen Soldatinnen Aurore (Ariane Labed) und Marine (Soko), kommen gerade aus Afghanistan zurück. Mit ihrer Truppe verbringen sie drei Tage in einem Fünf-Sterne-Hotel auf Zypern. Inmitten von Touristen soll die Gruppe Entspannung finden, im Militärjargon „Dekompression“, um „den Krieg zu vergessen“. Aber so leicht befreit man sich nicht von der Gewalt.
Zu Gast: Ariane Labed, Ginger Romàn