HEIM – Szenische Drehbuchlesung und Gespräch

Liwaa Yazji
(c) Florian Reimann Fotografie

Szenische Drehbuchlesung und Gespräch

„Routine ist sehr wichtig. Das Leben Schritt für Schritt gehen, wissend, dass es jeden Tag die gleichen Schritte sind. Unsere Routine macht uns zu dem, was wir sind, was wir sein wollen. Wenn das Leben um uns herum zusammenbricht und unsere Routine mit ihm, wissen wir nicht mehr, wer wir sind“,  schreibt der Protagonist von Heim in der Eröffnungsszene in sein Tagebuch.

„Heim“ ist der neue arabische Germanismus für Flüchtlingsunterkunft. Liwaa Yazji und Mohamad Abu Laban sind bekannte Autor*innen aus Damaskus, die unter anderem Fernsehserien verfassen. In den letzten 20 Jahren dominierten syrische Serien den arabischen TV-Markt. Besonders beliebt sind Ramadan-Serien mit 30 Episoden für die tägliche Ausstrahlung. Nachdem sie Ende 2015 nach Berlin gekommen sind, haben Yazji und Abu Laban (zusammen mit David Hermann) das mehrsprachige Heim geschrieben, ihre erste Arbeit, die für die Produktion in Deutschland konzipiert ist.

Was bedeutet es, die vertraute Arbeit in eine neue Umgebung zu verlegen? Wie sieht der Rechercheprozess aus? Für wen ist die Serie geschrieben? Richtet sich eine Produktion in Deutschland zwangsläufig an ein deutsches Publikum? Mit welchen Einschränkungen sehen sich Autor*innen konfrontiert, die noch nicht mit dem neuen System vertraut sind? Und was für Freiheiten bietet diese Situation?

Szenische Drehbuch-Lesung mit Ursula Strauss und Jesse Albert.
Gespräch mit Liwaa Yazji

Moderation: Irit Neidhardt, weitere Infos

So, 29.04., 15.00 Uhr, Altes Pfandhaus, Tickets