Die Preisträgerin

Carla Simón (Preisträgerin 2018)

Die spanische Regisseurin Carla Simón konnte den mit 10.000 Euro dotierten Debüt-Spielfilmwettbewerb für sich entscheiden, in dem 2018 insgesamt acht Debüts zu sehen waren.

Carla Simón erzählt in Estiu 1993 den Sommer des Jahres 1993. Die sechsjährige Frida zieht nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Onkel aufs Land. Obgleich sie von dessen Familie liebevoll aufgenommen wird, gewöhnt sich Frida nur zögerlich an ihr neues Zuhause. Momente kindlicher Ausgelassenheit stehen neben nachdenklicher Distanziertheit in diesem ‚heiteren Drama’, das behutsam die Folgen einer unberechenbaren Krankheit verhandelt.

Estiu 1993 überzeugte die Jury 2018, die mit der französischen Regisseurin Muriel Coulin, der österreichischen Schauspielerin Ursula Strauss und der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi besetzt war.

In der Jurybegründung heißt es: „Der Hauptpreis für das Debütwerk einer Regisseurin geht an einen Film, der uns durch die heiklen Phasen der Trauer eines Kindes führt. Der Dialog der Liebe in all seiner Grausamkeit, Ablehnung und Versöhnung ist so wahrhaftig und feinfühlig über ein Thema, das im Kino selten zu sehen ist.“