Internationaler Spielfilmwettbewerb

THE BEAST IN THE JUNGLE
R: Clara van Kool, NL/LU 2019

Als das IFFF Dortmund | Köln 2005 den Spielfilmwettbewerb für Regisseur*innen einführte, die sich mit ihrem Stil, ihrer Erzählweise und Haltung bereits etabliert hatten, war das zentrale Anliegen, ihr Werk sichtbar zu machen und zu würdigen. Die Quote der Arbeiten von Filmemacher*innen auf internationalen Festivals – vor allem in den prestigeträchtigen Sektionen – war über Jahrzehnte hinweg obszön niedrig. Aktuell finden wir dank ungezählter Initiativen von Kolleg*innen in aller Welt und dem Rückensturm von #metoo eine veränderte Situation vor. Binnen weniger Jahre haben sich Räume geöffnet, deren Ergebnisse sich bereits positiv an den Produktionen ablesen lassen.

In Dortmund wird nun zum achten Mal der Preis für die beste Spielfilmregie vergeben. Das Spektrum reicht von stark dokumentarisch geprägtem Erzählen bis zur brachialen Satire, von Science-Fiction bis zum experimentellen Tanzfilm. Ihre Themen beschäftigen sich mit Fragen von Familienbanden, Flucht und Identitätspolitiken aber auch atemberaubender Kapitalismus- und beißender Patriarchatskritik.

Acht aktuelle internationale Spielfilme konkurrieren um den Preis von 15.000 Euro. Der Preis wird zwischen der Regisseurin (5.000 Euro) und dem deutschen Verleih (10.000 Euro) aufgeteilt um den Vertrieb der Filme in Deutschland zu fördern.

Der Preis wird am 14. April 2019 von der internationalen Jury im Rahmen der feierlichen Preisverleihung verliehen.

Die Preisträgerinnen der vergangenen Festivalausgaben sind:
2017: Delphine und Muriel Coulin mit VOIR DU PAYS (FR 2016)
2015: Naomi Kawase mit STILL THE WATER (JP/ES/FR 2014)
2013: Małgorzata Szumoska mit IN THE NAME OF... (PL 2012)
2011: Athina Rachel Tsangari mit ATTENBERG (GR 2010)
2009: Maren Ade mit ALLE ANDEREN (DE 2009)
2007: Andrea Arnold mit RED ROAD (GB 2006)
2005: Keren Yedaya mit OR (MY TREASURE) (IL 2004)