Lange Filmnacht & Performances

Hair Wolf
(USA 2018, 12‘, R: Mariama Diallo) Foto: © Charlotte Hornsby

Tierische Kurzfilme, Musikvideos & die Performance „LEIBEINSPEISE – Intermission Diary“ von Anna-Lena Meisenberg. Das Tier im Menschen oder der Mensch im Tier. Warum läuft Pandabärin Meng Meng nur noch rückwärts? Der kehlkopfartige Ruf der Wildnis, ein Hundeballett, mechanische Manteltiere. Eine weiße Vampirin im schwarzen Friseursalon. Wie erkenne ich einen Mann/eine Frau auf den ersten Blick? Miteinander faxen. Zerfließen. Metamorphosen. Es steppt der Bär!

Fr, 12.04., 19.30 Uhr, domicil, Tickets

Welcome Visitors!
ZA 2017, 10’, R: Penny Siopis
Skokiaan: Ein bekanntes Jazzstück des Musikers August Musarurwa aus Zimbabwe. Ein illegales Gebräu zu Kolonialzeiten in Südafrika.

Call of the Wild
Found-Footage-Video, DE 2017, 4’, R: Neozoon
Junge Menschen üben sich in einer gutturalen Geste der Wildnis.

Hair Wolf
Kurzspielfilm, USA 2018, 12‘, R: Mariama Diallo
Eine Horrorkomödie: Das Personal eines schwarzen Friseursalons wird mit einer seltsamen neuen Spezies konfrontiert.

Faxen
DE 2018, 8’, R: Lisa Domin
Miteinander faxen: Eine spezielle Form der Kommunikation unter Insassen der JVA Gelsenkirchen.

Panda Moonwalk or Why Meng Meng Walks Backwards
DE 2018, 8’, R: Kerstin Honeit
Pandabärin Meng Meng protestiert und mit ihr nutzen Protestierende den öffentlichen Raum, um ihren Beschwerden Luft zu machen.
Im Anschluss: Gespräch mit Kerstin Honeit

Pirate Boys
DE 2018, 13’, R: Pol Merchan
Kathy Acker ist der Ausgangspunkt für eine hybride Reise in Fleisch, Worte und Verlangen.

Sapologie – Fashion Meets Culture**
Videopremiere
Schönheit, Eleganz & Show im Dortmunder Union Viertel

I’m Not The Girl Who Misses Much
Musikvideo, CH 1986, 8’, R: Pipilotti Rist
Ein ironischer Kommentar auf die Darstellung von Frauen in der Popkultur.

PAUSE

LEIBEINSPEISE – Intermission Diary
Performance von Anna-Lena Meisenberg
„Ich würde dich gerne in die Hand nehmen und erleben, dass du schmilzt.“

Wie erkenne ich einen Mann/eine Frau auf den ersten Blick?
DE 2018, 7’, R: Rike Suhr
Ein kurzer Leitfaden, der dabei hilft, das komplexe Mann-Frau-Dilemma zu entschlüsseln.

Das Manteltier
DE 2010, 3’, R: Neozoon
Künstliche Manteltiere faszinieren die Zoobesucher.

Deep Inside
Musikvideo, FR 2005, 7’, R: Camille Henrot
Ein Porno aus den 70er Jahren verwandelt sich in eine voyeuristische, romantische Ballade.

Faceshopping
Musikvideo, USA/GB 2018, 4’, R: Sophie & Aaron Chan
“My face is the front of shop. My face is the real shop front. My shop is the face I front. I’m real when I shop my face.” (Sophie)

Too Strong for Fantasy
MX 2018, 2’, R: Liza Ambrossio
Ein neues Kapitel meiner paranoiden Schlafpsychose: Ich weiß, dass ich heimgesucht werde oder bin ich eine Hexe?.

Rompo i Lacci
Musikvideo, USA 2018, 6’, R: Tilda Swinton & Sandro Kopp
Ein Hundeballett am Strand von Schottland. In den Hauptrollen: die fünf Springer Spaniel des Paares.

**Video Premiere Sapologie – Fashion Meets Culture 
„La Sape“ ist ein Style bei dem es darum geht, extravagant schön auszusehen. Das elegante Auftreten und
die teure Kleidung des Sapeur stehen in starkem Kontrast zu seinen Lebensumständen. Als Protestbewegung in den 1960er Jahren in Kongo Brazzaville entstanden, strahlt „La Sape“ bis heute aus in viele Teile der Welt. Leonel Cassule und Bath Kanza teilen mit viel Style und Attitude ihr Wissen über die Sapologie. In dem Workshop wurden Choreographie und Kostüme entwickelt, um als Experiment und Intervention im öffentlichen Raum ein Musikvideo im Sape-Style zu drehen. 
Durchgeführt vom Labor für sensorische Angelegenheiten e.V. und Paradise Park - Hochschule Düsseldorf - Peter Behrens School of Arts, gefördert vom Kulturbüro Stadt Dortmund.

 

Fr. 12. April, domicil ab 22.30 Uhr, Eintritt frei

LADIES ON RECORD
Kornelia Binicewicz on the Turntables

Vinyl-only DJ Set der 60er, 70er und 80er. Obskure türkische Sounds treffen auf den Osten, Westeuropa und Afrika.

Die polnische Kuratorin und Plattensammlerin Kornelia Binicewicz (Ladies on Record) lebt in Istanbul um die Musik türkischer Künstler*innen zu erforschen. In ihrer musikalischen Reise konzentriert sie sich auf türkische Musiker*innen und Sänger*innen und hat zwei Vinyl-Kompilationen kuratiert: „Uzelli Psychedelic Anadolu“ (2017) und „Turkish Ladies. Female Singers from Turkey 1974 – 1988” (2018, Sony Music). Als Autorin und Wissenschaftlerin ist die Musik der 60er, 70er und 80er Jahre ihr Forschungsgebiet. Ihre ‚Vinyl-only’ DJ Sets umfassen seltene und populäre 45er und LPs von musikalischen Diven und Held*innen der späten 60er, 70er und 80er Jahre. Hypnotische Groves, Bauchtanzbestien mit Synthi und Orgel und sperrige Sounds aus allen Winkeln der Welt mischen sich mit westlichen Arrangements und den angesagten Stilen der 60er, 70er und 80er Jahre. Wir freuen uns, dass die international agierende DJane bei uns auflegen wird.