Endlich wieder auf der Leinwand

Die Republik der Backfische
(DE 1928, R: Constantin J. David) © BArch, FILMSG1/13659

Täuschung, Tarnung und Maskerade sind seit der Frühzeit des Kinos zentrale Merkmale der Filmkomödie, mithilfe derer Körper, Räume und Identitäten ihre festen Grenzen verlieren und auf humorvolle Weise in Frage gestellt werden können.

Die Komödiantinnen unserer Reihe nutzen das Spiel mit der Mimikry, um lustvoll gegen bestehende Ordnungsstrukturen aufzubegehren und sich einen Raum zu schaffen, der ganz ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen entspricht.

Sa 13.04., 12.00 Uhr, Kino im U
Die Puppe
Spielfilm, DE 1919, 68’, R: Ernst Lubitsch, mit: Ossi Oswalda, viragiert, stumm

Ein Jüngling, der nicht heiraten will, eine Mitgift, die nur bei vollzogener Hochzeit ausgezahlt wird und eine Puppe, die keine ist – fröhlich-anarchistisch und mit Mélièsschem Charme zelebrieren der Zauberkünstler Ernst Lubitsch und eine grandios aufgelegte Ossi Oswalda die Komik vermeintlich unbelebter Körper.
Stummfilmbegleitung: Eunice Martins

So 14.04., 13.30 Uhr, Kino im U
Die Republik der Backfische
Spielfilm, DE 1928, 75‘, R: Constantin J. David, mit: Käthe von Nagy, stumm

Billie lebt in der Pampa und ist virtuos im Umgang mit Lasso und Revolver. Im Mädchenpensionat sollen ihr Manieren beigebracht werden. Sie widersetzt sich und wiegelt stattdessen ihre Mitschülerinnen auf. Als sie endgültig von der Schule fliegt, gründet Billie mit den jungen Frauen auf einer einsamen Insel „Die Republik der Backfische“.
Stummfilmbegleitung: Eunice Martins