Auf den zweiten Blick

Deutschland 2011, 92', Spielfilm
Regie
Sheri Hagen
Kontakt
Barnsteiner-Film

 

Synopsis

In dieser liebevollen romantischen Komödie geht es um Blindheit nicht nur im wortwörtlichen, sondern auch im übertragenen Sinne:
Dass die Hauptdarsteller*innen schwarz sind, fällt einem erst ›auf den zweiten Blick‹ auf. Dieser Film zeigt Deutschlands Diversität endlich einmal auf der Leinwand. Das Regiedebüt des diesjährigen Jurymitglieds, der Schauspielerin und Regisseurin Sheri Hagen, reiht sich in die kaum als ›Tradition‹ zu bezeichnende afro-deutsche Filmgeschichte ein, der laut Hagen nur ein Film vorangeht: Alles Wird Gut von 1998 von Angelina Maccarone nach einem Drehbuch von Fatima El-Tayeb. Die ›akademische Aktivistin‹ Natasha A. Kelly hat aufgezeigt, dass die afrodeutsche Kultur sich erst gegen Ende der 1980er Jahre, genauer gesagt mit der Publikation Farbe bekennen: Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte von 1986 eigenständig formierte. Geburtshelfer*innen dieser Aufarbeitung auch deutscher Kolonialgeschichte waren laut Kelly W. E. B. Du Bois und Audre Lorde, die beide in Berlin studierten. Dass diese Kulturgeschichte in der deutschen Filmindustrie kaum thematisiert wird, zeigt sich auch an der Tatsache, dass Hagen den Film durch Crowdfunding selbst produzieren musste. Was hat sich seitdem verändert?
Dieser Frage geht das IFFF Dortmund | Köln nach, indem sie mit Auf den Zweiten Blick den Auftakt zu einer Diskussion über Monokultur versus Diversität im deutschen Film macht. (MZ)

Sheri Hagen
Deutschland
2011
Spielfilm
2019
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