Die Republik der Backfische

Deutschland 1928, 75', Stummfilm
Regie
Constantin J. David
Kontakt
Bundesarchiv – Filmarchiv | www.bundesarchiv.de

 

Synopsis

Billie lebt in der argentinischen Pampa mit ihrem Vater auf einer Hazienda und beherrscht alles, was man dort können muss: den virtuosen Umgang mit dem Lasso, das Zusammentreiben von Rindern im vollen Galopp und das treffsichere Schießen mit dem Revolver. Ein Freund des Vaters findet, der jungen Frau fehle entschieden der Feinschliff in damenhaftem Benehmen; er organisiert ihr einen Aufenthalt in Europa. Billie soll in einem Mädchenpensionat Manieren und den Umgang mit Messer und Gabel lernen. Sie widersetzt sich jedoch mit großem Erfolg allen erzieherischen Maßnahmen und bringt stattdessen die Mädels im Internat in Schwung.

Bei einem unerlaubten Ausflug in den Zirkus glänzt Billie mit ein paar gelungenen Messerwürfen und fliegt daraufhin von der Schule. Doch sie hat bereits andere Pläne: Gemeinsam mit vielen jungen Frauen, die sie mit ihrem Esprit begeistert, gründet Billie als Präsidentin auf einer einsamen Insel Die Republik der Backfische, ausgestattet mit einem ansehnlichen Vermögen aus einem Raubüberfall. Auch der offizielle Machthaber der Insel tanzt schnell nach ihrer Pfeife. In dieser anarchofeministischen Utopie wird gnadenlos persifliert – keine Hierarchie ist vor Billies Spott sicher. (BS)

»Regie und Photographie leisten das Äußerste an Erfindungsgabe, Geschmack und Treffsicherheit der Wirkung. Die Liebe und das Entzücken des Films ist aber Käthe von Nagy, jung, hübsch, sprühend von Übermut und Temperament, eines der stärksten Talente, die dem deutschen Film je gegeben waren. Sie steht so im Vordergrund, daß alles neben ihr verblaßt. Ein großer, sehr großer Erfolg.«
Berliner Lokal-Anzeiger, 16.10.1928

Constantin J. David
Deutschland 1928, 75', Stummfilm
1928
Stummfilm
2019
1234567-> Sektion