Nationaler Wettbewerb für Bildgestalterinnen

Lost in Face (R: Valentin Riedl; BG: Doro Götz)

Zum 11. Mal vergibt das IFFF Dortmund | Köln für die Bildgestalterinnen einen Preistitel – der einzige seiner Art weltweit. Bildgestalterin, Kamerafrau, Director of Photography – drei Begriffe für eine Person, die mit ihrem „Kameraauge“ einen Moment, eine Szene, für die Ewigkeit auf der Leinwand festhält.

Die Kunst der Bildgestaltung wird beim IFFF Dortmund | Köln alle zwei Jahre am Standort Köln gewürdigt. Denn die Arbeit mit der Kamera und dem Licht ist nicht nur ein Abbilden, sondern ein aktives Mitgestalten im Zusammenspiel mit den anderen Gewerken wie Ausstattung, Kostüm, Maske und Location. Schon die Entscheidung für ein bestimmtes Filmmaterial, den Einsatz von Filtern oder für eine besondere digitale Technik beeinflussen nicht nur den ‚Look’, sondern auch die Bedeutung des Bildes. Einstellungsgrößen, Bildausschnitte, Kamerapositionen und Bewegung sind elementar für den Erzählduktus. Und so erhält das bewegte Bild, in enger Absprache mit dem Regisseur/der Regisseurin, durch die Gestaltung mit der Kamera im besten Falle eine eigene Erzählinstanz.

Preise für Bildgestaltung für Sabine Panossian und Doro Götz

Im Nationalen Wettbewerb für Bildgestalterinnen geht der Preis für die beste Bildgestaltung Spielfilm an Sabine Panossian für Off Season (Regie: Henning Beckhoff). Mit dem Preis für die beste Bildgestaltung in einem Dokumentarfilm wird Doro Götz für Lost in Face (Regie: Valentin Riedl) ausgezeichnet.

Noch einmal zu zweit entspannen, bevor das Kind da ist – davon erzählt Off Season. Doch während Gregor sich schon ganz als Familie fühlt, hadert Judith noch sehr mit ihrer Mutterrolle – und erkundet irgendwann allein Sizilien. Carlotta ist Lost in Face, denn sie kann keine Gesichter erkennen, nicht einmal ihr eigenes. Der Neurowissenschaftler Valentin Riedl wandert durch Carlottas Sphären voll anthropomorpher Tiere, luzider Träume und holpriger Irrwege und entblättert schrittweise ihre eigenwilligen und kunstvollen Lösungen. Beide Filme werden beim Festival im Gespräch mit der Jury (Paola Calvo, Beate Middeke und Ute Freund) präsentiert.

Die bisherigen Preisträgerinnen:
2018: Paola Calvo VIOLENTLY HAPPY & Marie Zahir WIE ICH MICH VERLOR
2016: Julia Hönemann PORN PUNK POETRY & Katharina Dießner ARLETTE - MUT IST EIN MUSKEL
2014: Christiane Schmidt THE FOREST IS LIKE THE MOUNTAINS & Bine Jankowski REBECCA
2012: Julia Daschner BERGIG & Eva Katharina Bühler DER WEISSE SCHATZ UND DIE SALZARBEITER VON CAQUENA
2011: Eva Maschke FRAUENZIMMER & Hanne Klaas OLE
2009: Marlen Schlawin BADETAG & Susanne Kurz 1,2,3 & Anne Misselwitz DER DIE DAS
2007: Ute Freund Du hast gesagt, dass du mich liebst
2005: Bernadette Paassen In den Schubladen
2003: Janne Busse Klassenfahrt
2001: Jutta Pohlmann England