Die Filme

The Sea Runs Thru My Veins (R: Zara Zandieh)

Being Impossible
Spielfilm, VE/CO 2018, 89’, R: Patricia Ortega
Ein Spielfilm über Intersex, der für einen gesellschaftlichen Umgang mit normativen Geschlechtervorstellungen Bilder findet, die die emotionale Situation der Protagonistin ins Zentrum rücken. Ariel weiß nichts von der Geschichte ihres Körpers und muss diese schmerzvoll verstehen und einfordern. Ein hochaktueller, berührender Film über gesellschaftliche Tabuisierung nicht-binärer Körper.
12.9. | 21:30 Uhr | Filmpalette, Köln | Tickets

Las Hijas del Fuego
Spielfilm, AR 2018, 115’, R: Albertina Carri
Ein lesbisch-feministisches Roadmovie über Selbstbestimmung, Lust und Sex. Nach einer Zeit der Trennung trifft sich ein Paar endlich wieder. Sie brechen gemeinsam mit einer anderen Frau zu einer Reise auf. Vor wunderschönen Landschaften probieren sie sich und ihre Lust aus und laden immer mehr Frauen ein, sich ihnen anzuschließen und Begehren gemeinsam und jede für sich auszuprobieren.
Vorfilm:
Foodgasm #2
Experimentalfilm, DE 2018, 1’, R: Florence Freitag
Ein sinnliches Moment, audiovisuell übertragen und voller Lust.
11.9. | 21:30 Uhr | Filmpalette, Köln | Tickets

Queer Genius
Dokumentarfilm, USA 2019, 116’, R: Chet Pancake
Ein spannendes und ungewöhnliches Künstler*innenportait: In experimentellen Episoden stellt der Film fünf queere Künstler*innen – unter ihnen Barbara Hammer und Rasheedah Phillips – vor, die alle mit ganz unterschiedlichen Materialien und Medien arbeiten. Ob Film, Literatur oder Performance, diese queeren Praxen sind immer auch Interventionen in normative Realitäten.
Zoom-Q&A mit Chet Pancake
10.9. | 18:00 Uhr | Odeon Kino, Köln | Tickets

The Cancer Journals Revisited
Dokumentarfilm, USA 2018, 98’, R: Lana Lin
Die Filmemacher*in setzt sich mit Audre Lordes „Cancer Journals“ auseinander, auch in Bezug auf die eigene Brustkrebserkrankung. Mit Anderen liest sie Lordes Buch aus Queer of Color-Perspektiven und reinszeniert ihre Gedanken und ihre Aktualität für jede*n Einzelne*n. Der Film ist ein dringliches Dokument über den Umgang mit Körpern, Schmerz und Endlichkeit.
In Kooperation mit der LAG Lesben in NRW
13.9. | 21:00 Uhr | Filmpalette, Köln | Tickets

Seahorse – The Dad Who Gave Birth
Dokumentarfilm, GB 2019, 89’, R: Jeanie Finlay
Eine Doku über Männlichkeit, Körper und Geburt. Wie ist es, als Trans*mann ein Kind auszutragen? Der Protagonist ist konfrontiert mit eigenen und äußeren Vorstellungen über Geschlechterzuschreibungen und normativen Körperkonzepten in Bezug auf Elternschaft. Und er entscheidet sich mit Mut und Leidenschaft für die Schwangerschaft und all ihre Herausforderungen.
Vorfilm:
Tell Me Nothing from the Horse, Season 2 (Homosexuality)
Webvideo, DE 2019, 4’, mit Thelma Buabeng
In ihrer Online-Comedyserie performt Buabeng fünf Schwarze Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Bei der Lesbe Mary-Jo und der missionarischen Gladys Müller kann man sich über ernste Themen mal so richtig schlapplachen.
11.9. | 18:00 Uhr | Odeon Kino, Köln | Tickets
12.9. | 18:00 Uhr | Schauburg, Dortmund | Tickets

TRILOGIE
AMBER BEMAK & NADIA GRANADOS

Eine lesbisch-feministische Trilogie um Körper, Landschaften und Grenzen. Zwischen 2015 und 2019 entstehen die drei gemeinsamen Arbeiten der beiden Filmemacher*innen. Sie sind filmische Dialoge, die sowohl Beziehungen thematisieren als auch ein physisches In-Der-Welt-Sein, in patriarchalen Systemen, Natur und Begrenzungen:

Tell Me When You Die
Experimentalfilm, USA/CO 2015, 12’, R: Amber Bemak, Nadia Granados
Eine Videoperformance über leibliche Begrenzungen und deren Beziehung zum Medium Film und zu pornografischen Bildern.
Borderhole
Experimentalfilm, USA/CO 2017, 14’, R: Amber Bemak, Nadia Granados
Der Film im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und den USA erkundet Imperialismus und Globalisierung durch Popmusik und die Choreographie weiblicher* Körper.
Goodbye Fantasy
Experimentalfilm, USA/CO/MX 2018, 15’, R: Amber Bemak, Nadia Granados
Zwei Körper und ihre Beziehung zueinander stehen hier im Mittelpunkt. Was können sie im filmischen Rahmen sein und werden?
13.9. | 19:15 Uhr | Filmpalette, Köln | Tickets


Kurzfilmprogramm

Verbindungen
Es geht um Körper, Zeiten und Räume. Film wird zum Ausdruck von Intimität und Nähe, zum Medium biographischer Kontakte, die Raum und Zeit überschreiten.

The Sea Runs Thru My Veins
Experimentalfilm, DE 2018, 21’, R: Zara Zandieh
Vier Protagonist*innen erzählen von ihren Vorstellungen von Glück, die eng mit Perspektiven von Queerness und Migrationserfahrungen verbunden sind.
When the Androgynous Child
Experimentalfilm, DE/AR 2019, 9’, R: Melina Pafundi
Themen wie Migration und Verortung tauchen auf über Bildern von Stadt und Ozean. Es spricht das androgyne Kind zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Between My Flesh and the World’s Fingers
Experimentalfilm, USA 2018, 31’, R: Talena Sanders
Eine Korrespondenz durch die Zeit mit Mary MacLane, deren lesbisch-feministische Tagebuchaufzeichnungen des frühen 20. Jhdts. damals wie heute inspirieren.
Bonds
Experimentalfilm, CA 2018, 11’, R: Dani Tardif
Ein Film über Nähe, ein Zimmer, zwei Protagonist*innen und das Experiment, Bonding in Filmbilder zu fassen.
Zurura Zurura
Experimentalfilm, BE 2019, 19’, R: Marthe Djilo Kamga, Frieda Ekotto
Ein Gedicht und eine Stimme, die durch Landschaften und Städte zieht. Sie bringt uns auch zu den Körpern der beiden Protagonistinnen.
10.9. | 21:30 Uhr | Filmpalette, Köln | Tickets