The Cancer Journals Revisited

USA 2018, Dokumentarfilm, DCP, Farbe & s/w, 98'
Regie
Lana Lin
Kontakt
Weltvertrieb Women Make Movies | www.wmm.com
Synopsis

Die Filmemacherin Lana Lin setzt sich mit Audre Lordes Cancer Journals auseinander, auch in Bezug auf die eigene Brustkrebserkrankung. Mit vielen anderen liest sie Lordes Buch aus Queer of Colour-Perspektiven und reinszeniert ihre Gedanken und ihre Aktualität für jede*n Einzelne*n. Der Film ist ein dringliches Dokument über den Umgang mit Körpern, Schmerz und Endlichkeit. Die Erfahrungen, die Lorde in ihren Tagebüchern beschreibt, trägt der Film vielstimmig weiter und gibt Raum für viele unterschiedliche Aspekte des Lebens mit der Krankheit und der Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit. Visuell findet Lana Lin immer wieder neue Bilder. Sie assoziiert und experimentiert in der filmischen Auseinandersetzung mit Lordes Text. Auch auf dieser Ebene schafft der Film es, Vergangenheit und Gegenwart zueinander zu positionieren. Es ist ebenfalls eine Form der autobio-grafischen Arbeit, in der die Filmemacherin von der eigenen Erfahrung ausgeht. Sie bringt sie zu einem kollektiven Wissen über die Verbindung zu Lordes eigener Erfahrung und über ihre Protagonist*innen. Am Umgang mit Krankheit und Sterben zeigen sich Mechanismen gesellschaftlichen Ausschlusses, von Misogynie und Rassismus. Hier geht es zentral um den Umgang mit Körpern als verletzliche Körper, die als solche aber nicht sichtbar sein dürfen.