Großer Erfolg der Veranstaltung GET YOURSELF CONNECTED in Berlin

(c) Birgit Kleber

Während der diesjährigen Berlinale kamen am Donnerstag, den 13. Februar internationale Frauenfilmorganisationen, Filmschaffende und Pressevertreter_innen zusammen, um über die Situation von Frauen in der Filmbranche zu diskutieren.

Zu den Teilnehmerinnen gehörten unter anderem Jasmila Žbanić (Regisseurin, Preisträgerin Goldener Bär 2006, Bosnien), Cornelia Hammelmann (Projektleiterin Deutscher Filmförderfonds), Susana de la Sierra (Leiterin des ICAA, Spanisches Film Institut), Claudia Landsberger (Leiterin EYE International, Niederländisches Film Institut), Sanja Ravlic (Vorsitzende der Eurimages Gender Equality Arbeitsgruppe, Kroatien) und Melissa Silverstein (New Yorker Filmpublizistin und Bloggerin).

Unter den mehr als 200 Zuschauer_innen waren auch die Regisseurinnen Sandra Nettelbeck, Monika Treut, Tatjana Turanskij, Katharina Feistl, Claudia Richarz, Aysun Bademsoy und Schauspielerin Maren Kroymann. 

Verschiedene Vorträge verdeutlichten, dass der Anteil von Frauen in den Führungspositionen der Filmproduktion immer noch verschwindend gering ist, teilweise geht er sogar zurück, wie Melissa Silverstein erläuterte. Nur bei sechs Prozent der Top-250-Filme aus Hollywood führten 2013 Frauen Regie. 

Für den Ausgleich der anhaltenden Ungleichheit zwischen filmschaffenden Männern und Frauen wurde leidenschaftlich diskutiert und drei wichtige Bereiche für die Zukunft zusammengefasst:

  • Valide Statistiken über die Beteiligung von Frauen in der Filmproduktion sind wichtig und müssen als Grundlage für das Ziel der Gleichstellung der Geschlechter und kulturellen Vielfalt zur Verfügung gestellt werden.

  • Wachsende Sensibilisierung für die Themen Gleichstellung und kulturelle Vielfalt für Gatekeeper - Männer und Frauen - in den Ausschüssen bei Filmfonds, Filmfestivals usw.
  • Maßnahmen zur Gleichstellung in der Filmförderung mit quotierter Besetzung der Fördergremien für Filme mit weiblicher Regie. 

 

 



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