Stolperstein-Verlegung

Als Festivalleiterin Silke Johanna Räbiger im vergangenen September ihren Geburtstag feierte, wurde sie von ihrem Team mit Erfüllung eines langgehegten Wunsches überrascht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten bei Gunter Demnig zwei STOLPERSTEINE in Auftrag gegeben.

Der Künstler hält mit seinem "Kunstprojekt für Europa" die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, Zigeuner, politisch Verfolgten, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig. Seine kleinen Gedenksteine liegen in mehr als 500 deutschen und europäischen Städten am letzten selbstgewählten Wohnort der jeweiligen Opfer. In Dortmund erinnern bereits 225 Stolpersteine an Opfer des Nationalsozialismus. Weitere zwei kommen jetzt hinzu.

Am Freitag, den 5. September findet um 15 Uhr in Anwesenheit der Patin Silke J. Räbiger, des Bezirksbürgermeisters Friedrich Fuß und des IFFF-Teams die Verlegung der beiden "Stolpersteine" für SOPHIE BLANKENSTEIN und LOUIS BLANKENSTEIN im Dortmunder Kreuzviertel statt. Ort ist der letzte Wohnsitz von SOPHIE und LOUIS BLANKENSTEIN, Neuer Graben 55.

Sophie Blankenstein war Büroangestellte und wurde in Steinheim bei Höxter am 21.7.1872 geboren. Ihr Mann war Großschlachter und wurde am 6.7.1867 in Hagen geboren. Unter der NS-Diktatur wurde dem jüdischen Ehepaar Schritt für Schritt die Lebensgrundlage entzogen und es musste in die Notunterkunft in der Huckarder Parsevalstrasse ziehen. Beide wurden am 30.7.1942 nach Theresienstadt deportiert. Louis starb bereits kurz nach der Ankunft. Sophie wurde am 15.5.1944 weiter nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Der Deportationszug erreichte Auschwitz am 16.5.1944. Es ist davon auszugehen, dass sie direkt nach der Ankunft ermordet wurde.



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