8. Oktober: RÄTSEL DER SPHINX von Laura Mulvey & Peter Wollen

RÄTSEL DER SPHINX (c) courtesy of the artists / BFI

Wir zeigen am 8. Oktober in der Reihe »Filmmanifeste« im Filmforum NRW die filmhistorisch zentrale Arbeit RÄTSEL DER SPHINX von Laura Mulvey und Peter Wollen aus dem Jahr 1977. Das Durchblättern von Seiten, ein Standbild von Greta Garbo, eine vorlesende Laura Mulvey, Bilder der ägyptischen Sphinx und schließlich: das Leben einer alleinerziehenden Mutter in 13 langsamen 360-Grad-Schwenks. Nichts weniger als die Analyse der patriarchalen Gesellschaft von der griechischen Mythologie bis in den Alltag der 1970er Jahre steht im Zentrum von RÄTSEL DER SPHINX, mit dem Mulvey und Wollen ihren Ruf nach einer neuen Blickpolitik in der eigenen Filmarbeit einlösen.

"Wir gehen davon aus, dass Film die ungebrochene, gesellschaft­ lich etablierte Interpretation des Geschlechtsunterschiedes re ektiert, sogar damit spielt und die Bilder, die erotische Pers­ pektive und Darstellung kontrolliert. (...) Der erste Schlag gegen die monolithische Akkumulation traditioneller Filmkonventionen hat zum Ziel, den Blick der Kamera zu befreien, ihre Materialität in Zeit und Raum herzustellen, den Blick des Zuschauers zu einem dialektischen zu machen, eine leidenschaftliche Trennung herbeizuführen."  Laura Mulvey: »Visuelle Lust und narratives Kino« 1975

Im Anschluss: Gespräch von Maxa Zoller und Prof. Ulrike Hanstein (internationale filmschule köln) über die aktuelle Veröffentlichung von Laura Mulveys neuem Titel »Afterimages: On Cinema, Women and Changing Times«.

8. Oktober 2020, 19 Uhr Filmforum NRW im Museum Ludwig
Tickets nur an der Kinokasse: 6,50 Euro / 5,50 Euro ermässigt.



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