Performances beim Internationalen Frauenfilmfestival

„Up in Arms“ von Anna-Maria Nabirye und Annie Saunders

Aliens in Stoffkokons mitten in der Fußgängerzone, Köper die sich auflösen und in ein Reagenzglas fließen und Live-Kunst als soziale Praxis - drei unterschiedliche Performances ergänzen in diesem Jahr das Festival.

Den Anfang macht Obvioulsy She's Looking For Someone, eine Performance der Künstlerin Susanne Dilger im öffentlichen Raum.

Unverhofft sind sie plotzlich da, mitten in der Innenstadt, an Kaufhaustüren, Ampeln, in der Fußgängerzone. Sie stehen, liegen, kauern: Fremdkörper, unformige Kreaturen in engen Kokons aus gestricktem Patchwork. Wie Außerirdische, in mysterioser Mission auf der Erde abgesetzt und in der Zeit eingefroren. Die Performance verbindet einige zentrale Elemente aus dem Werk der Marburger Künstlerin.

Do 11.04. & Sa 13.04., jeweils von 11-13 Uhr und 15-17 Uhr, Dortmunder Innenstadt


Weiter geht es am Freitag mit LEIBEINSPEISE - Intermissions Diary von Anna-Lena Meisenberg, die nach dem ersten Teil der Langen Filmnacht stattfindet.

Die an der Kunstakademie in Düsseldorf studierte Künstlerin beschäftigt sich in ihren multimedialen, installativen Performances mit Raum, Körper und Identitätsfragen.

„Ich würde dich gerne in die Hand nehmen und erleben, dass du schmilzt. Das Zerfließen deiner Form sollte dich bloß- und entstellen. Auf einmal wärst du Flüssigkeit in einem Reagenzglas und müsstest dich von mir durch ein Mikroskop beobachten lassen.“

Fr 12.04., ab 19.30 Uhr (Start der Langen Filmnacht, Performance nach der Pause), domicil


Am Samstag präsentieren die Künstlerinnen Anna-Maria Nabirye und Annie Saunders  mit ihrer multi-disziplinären Arbeit Up in Arms eine neue Art, in unserer zunehmend gespaltenen Welt Raum für Auseinandersetzungen zu schaffen. Indem sie mit den Mitteln des Rituals, der Fotografie und des immersiven Theaters intime Gespräche und einen radikalen sozialen Prozess anstoßen, treibt Up in Arms die Zusammenarbeit der Künstlerinnen als Aktivistinnen, als kreatives Team, als schwarze bzw. weiße Frauen und als Freundinnen auf die Spitze. Das Stück existiert als intime Echtzeiterfahrung, Live-Kunst und soziale Praxis.

Die Performance ist Teil des von Noor Afshan Mirza kuratierten Programms, der das Festival in diesem Jahr eine Carte Blanche erteilt hat.

Sa 13.04., 16.00 Uhr, Kino im U 



vorherige News