Top Ten des Widerstands – Tipps für erfolgreiches Protestieren

Jutta Sundermann

Ein Vortrag von Jutta Sundermann

Der Begriff „Wutbürger“ wurde zum Wort des Jahres 2010 – die so Bezeichneten drehen den Anfangsbuchstaben aber lieber um und bevorzugen die Bezeichnung „MutbürgerInnen“. Sie streiten für eine solidarischere Welt, für echte Mitbestimmung, fairen Welthandel, für die Energiewende oder für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft. Weil die Politik leider oft ganz anders arbeitet, geht es dabei natürlich auch um viel Wut, um Protest und um „Dagegen!“.

Widerstand und Alternativideen punkten mit großer Glaubwürdigkeit und Kreativität. Jutta Sundermanns Bilderbogen besonders gelungener, ungewöhnlicher und erfolgreicher Protestaktionen macht Lust auf eigene Beteiligung und räumt auf mit dem bedrückenden Gefühl, doch nichts ausrichten zu können in dieser Welt.

Jutta Sundermann, Jahrgang 1971, ist freie Journalistin, und vor allem Vollzeitaktivistin. Sie gründete 2000 das globalisierungskritische Netzwerk Attac mit, in dessen Koordinierungskreis sie arbeitet. Sie wirkte an etlichen Kampagnen mit wie der Lidl-Kampagne gegen Preis-, Umwelt- und Sozialdumping und der Stromkonzernkampagne Power to the people. 2009 fälschte sie für Attac die Wochenzeitung Die Zeit, 2010 gab sie die Financial Crimes heraus. Auch außerhalb von Attac mischt Jutta Sundermann mit: Mit Freiwilligen FeldbefreierInnen geht sie gegen Gentechnik auf dem Acker vor, mit der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie stoppte sie ein Patent auf eine Tropenfrucht.

Termin: Samstag 16.04.2011, 16 Uhr, sweetSixteen, Depot, Immermannstraße 29, Dortmund