Dopo la guerra | After the War

Frankreich/Italien 2017, 92', Spielfilm
Regie
Annarita Zambrano
Kontakt
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Synopsis

2002 beendete Frankreich die »Mitterand-Doktrin«, die nach Frankreich geflohene italienische Linksterroristen vor der Auslieferung schützte. Im selben Jahr wurde der Jurist Marco Biagi von den sogenannten »Neuen Brigaden« ermordet. Inspiriert von beiden Ereignissen strickt Annarita Zambrano in Dopo la guerra eine fiktionale Handlung um Marco, einen ehemaligen Linksterroristen im französischen Exil. Während die veränderte politische Lage ihn zwingt, die Flucht nach Südamerika in die Wege zu leiten und damit dem »normalen« Teenageralltag seiner Tochter ein abruptes Ende zu bereiten, werden in einem parallelen Erzählstrang auch die in Italien zurückgebliebenen Verwandten von der gewaltvollen Vergangenheit eingeholt.

»Wir hatten einen Film im Sinn, der sich für eine Revision dieser bestimmten Ära und der Mitterand-Doktrin eignet. Wer schuldig ist, ist schuldig, aber unser Land hat dieses Thema nie aufarbeiten wollen, die Menschen sind nie zur Verantwortung gezogen worden. Der Film möchte kein Urteil fällen, sondern eher einen Kommentar abgeben über Schuld, Menschlichkeit und Politik. [...] Die Schuld, die auf diejenigen fällt, die zurückbleiben, ist nicht nur in der klassischen Kultur ein präsentes Motiv – beispielsweise bei Antigone – sondern auch im Katholizismus. Sehr viele Italiener*innen sind davon betroffen, auch ich selbst.«
Annarita Zambrano

Internationaler Debüt-Spielfilmwettbewerb

26.4., 20:15 Uhr, Odeon   Ticket

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Annarita Zambrano
Frankreich, Italien
2017
Spielfilm
2018
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