Jibril

Deutschland 2018, 83', Spielfilm
Regie
Henrika Kull
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Synopsis

Berlin, 2018. Maryam ist berufstätig, alleinerziehend und steht fest im Leben. Dann begegnet sie Jibril, der eine mehrjährige Gefängnisstrafe absitzt. Schlummernde Sehnsüchte brechen auf und die beiden stürzen sich in eine stürmische Romanze – die außerhalb der Besuchszeiten vornehmlich in ihren Köpfen stattfindet. Wie viel Substanz kann eine Beziehung unter diesen Bedingungen entwickeln? Wo verläuft die Grenze zwischen Projektion und blühender Liebe? Und hat letztere die Kraft, Gefängnismauern zu überwinden? Mit großer Nähe zu ihren Protagonist*innen geht Henrika Kull in ihrem Spielfilmdebüt diesen Fragen nach.

»Sehnsucht und Körperlichkeit, aber auch Orte sozialer Grenzerfahrung sind Themen, die mich schon immer interessieren, und so führte mich eine Recherche 2011 erstmals in ein Gefängnis. Dort lernte ich Inhaftierte kennen und wollte verstehen, wie sie ohne Intimität klarkommen können, was ihre Wege sind, Sehnsüchte zu befriedigen. (...) Ich begann, mich auch für die Perspektive derer zu interessieren, die draußen warten, und drehte 2015 meinen Dokumentarfilm Absently Present über Yasmin, die mit einem Inhaftierten liiert ist. Es schien mir, als würde Yasmins Beziehung hauptsächlich als Projektion stattfinden. Liebesgeschichten sind natürlich immer auch Projektionen, aber ich hatte das Gefühl, dass dieser Aspekt hier durch das Gefängnis verstärkt wurde und empfand es als reizvoll, diesem Eindruck in einem Film nachzuspüren.«
Henrika Kull

Internationaler Debüt-Spielfilmwettbewerb

27.4., 20:15 Uhr, Odeon   Ticket

28.4., 20:00 Uhr, Kino im U in DORTMUND

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Henrika Kull
Deutschland
2018
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